Ubuntu oder Fedora? Welche der zwei beliebten Distributionen ist die Richtige für mich?

Da ich auf meinen Haupt PC nicht von Windows weg wollte habe ich nur Oberflächlich mit Linux auseinander gesetzt. Als ich mir dann ein Lenovo S205 gekauft habe wollte ich mich mit dem Thema genauer beschäftigen. Zur Wahl stehen dabei die zwei bekannten Distributionen Ubuntu und Fedora.

Das Setup ist bei beiden einfach gehalten. Dennoch liegen hier die Vorteile klar bei Ubuntu welches kaum komplizierter als ein Windows zu installieren ist. Es Standard Ubuntu Installation bringt alle benötigten Komponenten mit!
Hier liegt ein großer Unterschied im Vergleich mit Fedora. Fedora besteht ausschließlich aus Open Source Anwendungen. Ubuntu hingegen bringt auch Anwendungen wie MP3 Codecs und Flashplayer. Solche Anwendungen müssen bei Fedora von Hand nach installiert werden. Dann ist ein abspielen von MP3s aber ebenfalls problemlos möglich.
Entsprechende Anleitungen findet man im gut besuchten Fedora Forum und im Wiki. Die Ubuntu Community pflegt Foren und Anleitungen dennoch besser. Für Fedora liegen viele Anleitungen in englischer Sprache vor. Ubuntu hat eine deutlich größere Anzahl an deutschen Anleitungen.

Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal von Ubuntu ist zur Zeit Unity, der neue Standard Desktop. Dieses setzt auf ein ähnliches Bedienkonzept wie GNOME 3.2 und hat mit dem klassischen GNOME 2.X nichts mehr gemein. Natürlich kann man sich auch jede andere Desktopumgebung, wie zum Beispiel KDE installieren.
Wenn man sich für Fedora entscheidet muss man auf Unity verzichten. Ich selbst habe mich sowohl in Ubuntu, als auch in Fedora für GNOME 3 entschieden, da es auf meinem Subnotebook keinen Platz verschwendet und viel Arbeitsfläche verfügbar ist. Da ich viel mit Tastaturkürzel arbeite fehlt mir die Taskleiste nicht. Da sind letztendlich die persönlichen Arbeitsweisen ausschlaggebend.
Wer etwas Windows ähnliches sucht ist mit der aktuellen KDE Version nicht schlecht bedient. Für schwache Systeme gibt es noch andere Varianten, wie LXDE.

Meine Entscheidung ist letztendlich auf Fedora gefallen, da dies einen aktuellen Stand aufweist und daher auf meinen Lenovo S205 deutlich besser läuft als Ubuntu. Gerade die parallel Installation mit Windows hat bei Ubuntu zu größeren Problemen geführt.
Da ich mich gerne mit den technischen Hintergründen auseinandersetze stört es mich auch nicht, dass ich Anwendungen nach installieren muss.
Wenn man dagegen ein System sucht, welches schnell und einfach läuft, ist man mit Ubuntu gut beraten. Ubuntu ist aus meiner Sicht Anwender freundlicher und für den normalen Benutzer, der von einem Windows PC kommt, einfacher zu bedienen.
Wenn man ganz neue Hardware besitzt kann, wie in meinem Fall, Fedora die bessere Wahl sein.
Die Zugrunde liegenden Architekturen rpm oder deb brauchen bei der Entscheidung kein größere Rolle spielen.

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